Wie gerne lernt er?
Der Labrador ist eine der lernfähigsten und lernwilligsten Rassen
überhaupt. Ein bekannter englischer Ausbilder sagte einmal, dass er in
der gleichen Zeitspanne, die er benötigt, um einen Flatcoated Retriever
auszubilden, zwei Golden Retriever und drei Labrador Retriever auf den
gleichen Ausbildungsstand bringen würde.
Dieser Hund ist extrem teamfähig und will und wird immer mitmachen. Dies
bezeugen die unzähligen Einsatzgebiete dieser einzigartigen Rasse. Er
birgt ein enormes Potential in sich, das zu entdecken und zu nutzen sehr
spannend werden kann. Wenn Sie es einmal erleben dürfen, dass Ihr
vierbeiniger Partner begriffen hat, was Sie von ihm fordern, werden sich
Ihnen Dimensionen (Glücksgefühl, usw.) öffnen, von denen Sie bis anhin
keine Ahnung hatten. Um nun aber erfolgreich einen Labrador führen zu
können, ist der Partner Mensch gefordert. Aus der Wahl meiner Worte
(Team, Partner) können Sie ganz deutlich erkennen, dass wir Menschen,
bevor wir uns ins Abenteuer Hund stürzen, uns zuerst informieren müssen,
was ein Hund überhaupt ist und wie er empfindet. Als Nächstes ist zu
sagen, dass jeder Hund, und das ist rasseunabhängig, als Meutetier von
seinen Anlagen her ernst genommen sein will, dass man sich mit ihm jeden
Tag in irgendeiner Form beschäftigt. Jeder Hund braucht und will mehr
als nur ein Lager und Futter, sonst verkümmert er. Zuerst wird er
anfangen, sich selber zu beschäftigen. Der Labrador ist ein sehr aktives
Mitglied im Club »der sehr Neugierigen« und »sehr Aufgeweckten«, mehr
noch, er ist eine Forschernatur! Da ja im Standard nun ein aktiver Hund
verlangt wird, wird er sich in kürzester Zeit zum Experten von Innereien
von Polstermöbeln, über die Beschaffenheit der Holzqualität von Stuhl-
und Tischbeinen und textilen Bodenbelägen (mit Vorliebe für
Orientteppiche) entwickeln. Er wird Ihre Gartenarbeit in jeder Beziehung
unterstützen, nur hat er andere Ansichten im Hinblick auf frisch
gepflanzte Setzlinge als Sie. Umgegrabene Blumenrabatten sind nur der
Anfang, denn sein Ziel ist mindestens ein Tunnel nach Neuseeland oder
Afrika direkt! Alle Arten von verschlossenen Türen (manchmal sogar
Kühlschranktüren) sind für ihn kein Hindernis. Er wird immer einen
Ausweg finden! Um diesen enormen Tatendrang in vernünftige Bahnen zu
lenken, sind Sie gefordert. Wichtig ist, dass Sie auf seinen natürlichen
Anlagen das Teamwork aufbauen. Beim Labrador bietet sich vor allem sein
enorm ausgeprägter Such- und Bringtrieb an. Kombiniert man das Ganze
noch mit seiner Fresslust (hier als Belohnung gedacht), haben Sie drei
Elemente, die eine breite Basis von Such- und Bringvariationen erlauben.
Weiter gesellt sich sein großer Spieltrieb dazu, der ihn bis ins hohe
Alter begleiten wird. Im Standard wird zudem Ausdauer verlangt. Nun,
dieser Ausdauer werden Sie tagtäglich in vielen Facetten begegnen, denn
der Labrador gibt nie auf! Wenn der Dialog zwischen Ihnen und Ihrem
Labrador klappt, dann versichere ich Ihnen eines: Der Labrador wird den
höchsten Anforderungen gerecht werden. Er wird Sie immer wieder zum
Staunen bringen und Sie nie enttäuschen!
Sie sehen, es liegt nur an Ihnen! |

























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